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Satellitengestützte|Umweltbildung / 
Pressemitteilung vom 8. Oktober 2010 - Lessing-Gymnasium Hoyerswerda
18-10-10 07:16
Alter: 7 Jahr




Christlich- Soziales Bildungswerk Sachsen e.V.

Pressemitteilung|Dirk Raffe – Öffentlichkeitsarbeit – (03 57 96) 9 71-20

 

 


 

 

Mit „Pixel-GIS“ und Lupe

 

Geoinformationssysteme finden heute breite Anwendung. Im Rahmen eines durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt geförderten Projektes, beschäftigen sich auch einige der sorbischen Schüler am Lessing-Gymnasium Hoyerswerda mit diesem System. Pixel-GIS macht es möglich Satellitenbilder, mit Hilfe der Farbanalyse, auszuwerten. Dies findet auch immer stärker Anwendung bei der Bestimmung der Vegetation für die Kartierung.

 

Das Projekt, an dem sorbische Schüler aus sechs weiteren Schulen mitarbeiten, hat das Ziel, Biotope über Satellitenaufnahmen zu kartieren sowie in sorbischer und deutscher Sprache die dort vorhandene Flora zu bestimmen und zu beschreiben.

 

Seit August werteten die Hoyerswerdaer Schüler Satelliten- und Luftbildaufnahmen vom Dubringer Moor aus. Die ersten Tage der Herbstferien wollten sie mit ihrem Lehrer Stefan Reinicke und Eva-Maria Keschke, Projektkoordinatorin beim Christlich-Sozialen Bildungswerk Sachsen e. V., nutzen, um die gewonnen theoretischen Kenntnisse in der Natur zu überprüfen. So war es von Interesse, ob alle vorhandenen Pflanzenarten, die über das Fernerkundungssystem erkannt worden, so auch noch vorhanden sind. Die den Schülern zur Verfügung gestellten Aufnahmen stammen aus dem Jahr 2008.

 

Als ein Ergebnis der Exkursion konnte festgestellt werden, dass zu über 90 % eine Über­einstimmung von theoretischer Erarbeitung und natürlichen Vorkommen gab. Jetzt, nach der Exkursion werden die Teilnehmer die gewonnenen Erkenntnisse, gesammelten Daten und Fakten intensiv auswerten. Das eigentliche Ziel der Projektarbeit der Schüler besteht darin, bis zum Ende der Projektlaufzeit im April 2011, eine besondere Wander­karte für das Dubringer Moor zu erarbeiten. Auf einem Rundweg wird die Karte botanisch Interessierten Standorte besonders seltener und kostbarer Pflanzen aufzeigen. Im Impressum der Karte werden dazu in sorbischer und deutscher Sprache die von den Schülern erarbeiteten Kommentierungen, Wissenswertes vermitteln. Dieses Projekt ist ein Beispiel dafür, wie moderne Technik helfen kann seltene Sprachen zu pflegen, für ihr Erlernen Freude zu wecken und sie einer breiten Öffentlichkeit präsent zu machen. Deshalb gilt allen Schülern, Lehrern und Verantwortlichen, die an diesem Projekt mitwirken, ein besonderer Dank, im Besonderen auch der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, die dieses Projekt fördert.

 

Eva-Maria Keschke, Projektkoordinatorin beim CSB (Bildmitte), bespricht mit „ihren“ Schülern die Fahrradroute durch das NSG Dubringer Moor

Durch Starkregen noch immer überflutete Feuchtgebiete

Gemeinsam mit ihrem Lehrer Stefan Reinicke erarbeiten die Schüler Pflanzensteckbriefe in deutscher und sorbischer Sprache

 

 








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