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Ergebnisse unseres Projektes zum Download als pdf: deutsch (pdf, 2 MB), sorbisch (pdf, 2 MB)

Unser Schulprojekt:


Analyse der Feucht- und Teichbiotope im Raum Radibor  unter Zuhilfenahme von Luft-/ Satellitenbildern und deren Auswertung mit dem Programm Pixel-GIS

 

Unser Ziel:
Anlegen eines Teiches auf unserem Schulgelände. Dieser Teich sollte möglichst an die natürlichen Gegebenheiten der Natur angepasst sein. Sich sozusagen in das Ökosystem der unmittelbaren Umgebung anpassen.

 

Wer sind wir:
Wir das sind Schüler der 8.und 9. Klasse der Sorbischen Mittelschule Radibor, welche innerhalb des Neigungskurses „Teichbiotop„ gemeinsam mit unserem Lehrer Herrn Morgenegg diese Zielstellung erreichen wollen.

 

Vorgehensweise:
Mit Beginn des Schuljahres 2009/10 haben wir unsere Arbeit innerhalb des Projektes aufgenommen. Durch den Projektträger wurde eine Weiterbildungsveranstaltung zur Arbeitsweise des Programms Pixel-GIS im August 2009 durchgeführt.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es nahmen Herr Morgenegg sowie

zwei Schüler (Tom Schulze und  Antonius Wünderlich)

daran teil.

 

Innerhalb unseres Neigungskurses erfolgte durch die Projektkoordinatorin Eva-Maria Keschke eine Einführungsveranstaltung zum Projekt. Gemeinsam übten wir das Arbeiten mit Luft- und Satellitenbildern.
Die Arbeitsweisen und  Zielstellungen innerhalb des Projektes wurden uns erklärt und erläutert. Da die einzelnen Module ineinander greifen, beschlossen wir mit der Biotopkartierung zu Beginnen.
Die meisten von uns kannten den Litzenteich, da es ein bekanntes Naturschutzgebiet (NSG) in unserer Gegend ist.

 

28.09.2009/ 05.10.2009 Biotopkartierung am Litzenteich
Gemeinsam mit Herrn Schampatis von der Naturschutzstation Neschwitz erkundeten wir die Gegend rund um den Litzenteich.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bemerkenswert fanden wir, dass sich im Teich ein

sehr breiter, dichter Schilfgürtel entwickelt hat.

Beding durch übermäßigen Nährstoffeintrag nimmt 

die Ausbreitung des Schilfs immer mehr zu. 

 

 

 

Zur Arbeit der Kartierung teilten wir uns in 4 Gruppen. Mit Bestimmungsbüchern machten wir uns auf den Weg.

 

 

Das Ergebnis war, dass wir insgesamt 8 Pflanzen und Bäume kartierten. Eine detaillierte Auswertung und Aufarbeitung der Ergebnisse haben wir uns für die kältere Jahreszeit aufgehoben.
Zusätzlich erfuhren wir noch allerlei Wissenswertes zum NSG Litzenteich.
So dass der Teich durch die Naturschutzstation Neschwitz als Fischteich (Karpfen), unter ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaftet wird. Das Abfischen erfolgt aller 2 bis 3 Jahre. Zum Kartierungstermin wurde bereits begonnen das Wasser abzulassen, für das Abfischen Anfang Oktober 2009.
Das NSG ist ein bedeutendes Wasservogelbrutgebiet mit einer Vielzahl seltener Vögel. So wie sehr viele Fischteiche in unserer Umgebung ist auch der Litzenteich durch den Abbau von Raseneisenerz entstanden. Auch wurden uns Verhaltensweisen in NSG-Gebieten erläutert.


November/ Dezember 2009
In den nächsten Stunden unseres Neigungskurses beschäftigten wir uns intensiv mit den kartierten Pflanzen. So wurden Pflanzensteckbriefe mit wissenschaftlichen und sorbischen Namen, Blütezeiten und auch Verwendungsmöglichkeiten erarbeitet.
Gauß-Krüger Koordinaten im Internet gesucht und im persönlichem Gespräch die Flurnamen recherchiert.

Durch den Projektkoordinator wurde unserer Schule ein Benutzername und ein Passwort für den Internetzugang der projekteigenen Webseite www.bodeninfo.eu/schulen zur Verfügung gestellt. Einerseits können wir somit den geschützten Bereich der öffentlichen Web-Seite (Frontend) erreichen, andererseits  die Rückseite (Backend) in welcher wir Seiteninhalte erstellen und veröffentlichen können.
Somit konnten die erarbeiteten Pflanzensteckbriefe in die Pflanzendatenbank implementiert werden.

 

Januar 2010
Erste Erfahrungen mit dem Programm Pixel-GIS konnten wir bereits auch schon sammeln.


Arbeitsgrundlage - Luftbilder im RGB- und CIR Format

 

RGB = Rot/Grün/Blau Bild = für den Menschen sichtbares Licht

CIR = Color Infra Rot = für den Menschen nicht sichtbares Infrarotlicht

 

Die hier veröffentlichten Luftbilder bildet ein Mosaic aus 9 Luftbildkacheln. Eine Luftbildkachel hat Außenmaße von 2 x 2 km.


Arbeiten und Auswerten mit dem Programm Pixel-GIS

 

braune Flächen = kaum bzw. keine Pflanzen

 

 

grüne Flächen = aktive Biomasse

 

je dunkler die Farbe grün um so größer die Vitalität der Pflanzen

 

schwarze Flächen = offenes Wasser

hier im Bild der Litzenteich, umgeben von Schilf (braun) und Bäumen (grün)

 

Unsere Arbeitsschritte:
geographische Einordnung des Luftbildes (Zuordnung und Beschriftung der Ortschaften)

 

 

 

Da es für uns sehr schwierig ist diese Luftbildaufnahmen zu interpretieren erfolgte die grobe Orientierung des Geländes mittels einer Topographischen Karte im Maßstab 1:25 000. Das bedeutet das 1 cm auf der Karte 250 m in der Natur wiedergeben. Also 4 cm jeweils 1 km sind.

 

 

Daraus erhielten wir eine Orientierung in unserem Luftbild und es erfolgte die Beschriftung der Ortschaften:

 

 

<img

border="1" width="380" src="fileadmin/Daten_public/Schulprojekt_Radibor/RGB_BezDoerfer.JPG" height="380" alt="" />

 

Klassifikation der Umgebung und die Zuordnung und Beschriftung der Gewässer
Beispiel von Maria, Sabrina

 

 

Farbdarstellung und Interpretation:
Rote Farbe:   Felder
Türkise Farbe:  Bäume /Wälder
Dunkel Grüne Farbe: Bäume
Blaue Farbe:   Litzenteich
Pinke Farbe:  andere Teiche
Hell Grüne Farbe: Schilf
Weiße Flächen:   Überschwemmungen, Erhöhungen

 

Zuordnung der Teichnamen

 

Großgebiet

Detailbild in Radibor

 

Recherche zu den Teichflächen (Arten von Gewässern, Entstehungsweise und Nutzung)
Alle besuchten Teiche wurden künstlich angelegt und dienen vorrangig der Fischzucht. Ausnahmen bilden die beiden Teiche am Schloss.

&nb

Teichname: 

Nutzung /Entstehung:

Litzenteich:

Fischteich, künstlich angelegt

Dubrauer Teich: 

Fischteich, künstlich angelegt

Neuer Teich: 

Fischteich, künstlich angelegt

Inselteich: 

Fischteich

 Teiche am Schloß:

Natürliche Teiche, keine Nutzung

Feuerwehrteich:

Fischteich

 Mühlhäuser Teich:

Natürlicher Teich, keine Nutzung

 

 

Abwägen und Vergleichen der Ergebnisse

 

Daraus ergab sich folgende Fragestellung:
1. Warum haben Litzenteich und die anderen Teiche unterschiedliche Farben?
Die Luftbildaufnahmen entstanden Anfang Mai 2008. Da die Fischteiche aller zwei Jahre abgelassen werden, waren sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht wieder gefüllt. Die beiden Teiche am Schloss sind aufgrund des hohen Nährstoffeintrages bereits frühzeitig veralgt.


2. Hellgrün ist Schilf. Warum finden wir auf Feldern Schilf?
Im Mai ist der Wachstumsbeginn vieler Pflanzen. Durch die Reflektion der Strahlung werden in Pixel-GIS Grauwerte von 0 bis 255 angelegt. Durch diese gleichen Eigenschaften beim Wachstum werden gleiche Grauwerte angezeigt. Darum muss auch bei jeder Klassifikation das Ergebnis in der Natur überprüft werden. Hier aber wussten wir aber dass kein Schilf auf den umliegenden Feldern wächst.


3. Warum werden Bäume in Türkis und in Dunkelgrün angezeigt?
Im Gelände haben wir festgestellt, dass durch die Klassifizierung Laubbäume in Türkis und Nadelbäume in Dunkelgrün dargestellt werden. Beide Baumarten haben zum Zeitpunkt der Befliegung unterschiedliche Strahlungseigenschaften und werden somit im Luftbild gut unterschieden.